Fotografieren in der Nacht
Nacht und Dunkelheit haben in der Geschichte der Menschen schon immer eine besondere Rolle gespielt. Faszination und Angst lagen und liegen dabei oft sehr nah beieinander. Die Kontraste der Nacht lassen Gebäude, Bäume und Lebewesen in einem besonderen Flair erscheinen.
Dies in Fotos einzufangen ist oftmals nicht einfach, aber gut gemachte Nachtaufnahmen sind auf jeden Fall immer ein besonderer Hingucker. Die Atmosphäre einer Großstadt im bunten Licht der Werbung und Straßenbeleuchtung kann dabei genauso faszinierend sein wie die Landschaftsaufnahme im Restlicht des Mondes.
Um diese besonderen Lichtspiele mit der Kamera einzufangen muss man einige Grundregeln beachten. Allerdings gehört nach meiner Erfahrung auch eine gute Portion an Experimentierfreudigkeit dazu. Man muss die eigene Kamera gut kennen: ihr Verhalten unter hohen Kontrastbedingungen, das Rauschen bei höheren ISO Werten und die Möglichkeiten und Grenzen der Parametereinstellungen. Trotz zahlreicher Nachtaufnahmen experimentiere ich immer noch reichlich mit den Parametern, um am Ende eine Vielzahl von verschiedenen Belichtungsreihen und Variationen eines lohnenswerten Motivs im Kasten zu haben.
Die schönste Zeit für Nachtaufnahmen ist sicher die sogenannte blaue Stunde. Dies ist die Zeit direkt nach dem Sonnenuntergang, in der die Umgebung besonders bei unbedecktem Himmel in ein spezielles Blau getaucht ist, welches eine wunderbare Lichtatmosphäre zaubert. Diese Zeit sollte man nutzen, gerade auch für den Start in die Nachtfotografie. Diese 30 – 40 Minuten bieten Lichtbedingungen, die eine harmonische Ausleuchtung zwischen Hauptmotiven und nächtlichem Hintergrund erlaubt.
Die meisten Fotografen verwenden für ihre Nachtaufnahmen immer ein Stativ. Ich auch. Man kann zwar im Bedarfsfall die Kamera auch mal auf eine Mauer oder ähnliches legen, aber wenn man ernsthafte und gute Aufnahmen machen möchte, dann ist ein stabiles Stativ unumgänglich. In Kombination mit einem Fernauslöser oder unter Verwendung des verzögerten Selbstauslösers sind wackelfreie Bilder deutlich einfacher zu erreichen.
Serien von Belichtungen erlauben auch die Zusammenführung der Einzelaufnahmen zu HDR Fotos, aber darauf werde ich in den nächsten Artikeln näher eingehen.
Hier sind noch ein paar Beispiele von Nachtaufnahmen unter verschiedenen Licht- und Aufnahmebedingungen, die ich in den letzten Jahren aufgenommen habe.


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Schlagwörter: Fotografie, Nachtaufnahmen



