Das bringt mir ein Bildstabilisator
Man freut sich auf den Postboten, der die neuesten Fotos vom Fotodienst anliefert oder einfach nur darauf, die kürzlich geschossenen Fotos am heimischen PC anzuschauen. Aber jeder kennt diese Situation – je nach Art der Aufnahmen gibt es leider immer eine ganze Reihe von Bildern, die einfach nur unscharf oder sichtlich verwackelt sind. Und leider lässt der kleine Monitor an der Kamera nur selten eine wirkliche Einschätzung der Schärfe kurz nach der Aufnahme des Motivs zu.
Man überschätzt einfach oft die Ruhe der eigenen Hand und beachtet nicht, dass bei langen Belichtungszeiten über 1/60 Sekunden die Verwacklungsgefahr sehr groß ist.
Dies gilt natürlich besonders für Zoomaufnahmen oder Aufnahmen unter ungünstigen Lichtverhältnissen.
Abhilfe kann ein gutes Stativ schaffen, aber das benutzt man meist nur bewusst für bestimmte Aufnahmen und trägt es in der Regel auch nur selten mit sich.
Eine praktische Lösung ist eine Kamera mit optischem Bildstabilisator. Es gibt technische Lösungen, die direkt in der Kamera untergebracht sind oder aber im Wechselobjektiv angeordnet sind. Das technische Grundbesitz ist relativ einfach, aber deren Umsetzung mit feinmechanisch-optischen Anordnungen umgesetzt, die durchaus ihren Preis haben. Dadurch ist ein Bildstabilisator bei weitem noch kein Standard in der digitalen Fotografie.
Die Stärken eines Bildstabilisators spürt man besonders bei Nachtaufnahmen oder generell low-light – Aufnahmen, bei denen meist die Belichtungszeiten deutlich über dem 1/60 s liegt.
Man hat auch generell den Vorteil, dass durch die Verlängerungsmöglichkeit der Verschlusszeit im Gegenzug eine Erhöhung der Blendenzahl möglich wird, was eine Erhöhung der Tiefenschärfe nach sich zieht und bei den meisten Aufnahmen von Vorteil ist.
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