Das Kriebsteinzimmer und mehr
Auf einem Felsvorsprung hoch über dem Ort Zschopau in Sachsen thront die Burg Kriebstein. Dieses gotische Bauwerk wird das erste Mal im Jahr 1384 erwähnt.
Die Burg verfügt über sehr interessantes und besuchenswerte Einrichtungen. Dazu gehört das Museum, in dem der Besucher bei einem Rundgang durch die Burgräume quasi zurück in die Zeit des Mittelalters versetzt wird. Daneben sind besonders das Kriebsteinzimmer und die Burgkapelle erwähnenswert.

Bei dem Kriebsteinzimmer handelt sich hierbei um eine einzigartig erhaltene farbig gefasste Bohlenstube aus dem 15. Jahrhunderts im dritten Obergeschoss des Wohnturmes. Sie ist vollständig ausgemalt.
Neben dem Kriebsteinzimmer ist besonders die Burgkapelle ein sehr erwähnenswertes Kleinod der Burganlage. Die Malereien der Burgkapelle gehören wahrscheinlich zu den besterhaltensten, spätmittelalterlichen Bildern im deutschen Raum. Sie entstanen im ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts und das Hauptthema der gesamten Kapellenmalereien ist der Jungfrau Maria gewidmet.
In ihrer über 650-jährigen Geschichte hat die Burg ungefähr dreißig mal den Besitzer gewechselt. Sie gehört aber heute zu den besterhaltensten Burgen Sachsens und ist jetzt Eigentum des Freistaates Sachsen. Sie bietet auch zahlreiche Sonderveranstaltungen, vor allem Ritterspiele und verschiedene Mittelalterspektakel.





